Logo Design fürs Le Meierhof

In den letzten Wochen hatten wir plötzlich viel Kontakt mit französischem Essen. Leider nicht auf unseren Tellern, sondern auf unseren Schreibtischen. Es ging um das Corporate Design für die Brasserie «Le Meierhof» im burgenländischen Pöttsching. Hier nun ein paar Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Logos.

Zwei Dinge waren an diesem Projekt eine besondere Herausforderung:

  • Der Eindruck
    Das Lokal sollte nicht zu teuer, abgehoben oder gar elitär wirken. Dieses Bild hat man ja schnell in Österreich, wenn man an die französische Küche denkt. Es sollte einen freundlichen und aufgeschlossen Eindruck vermitteln, Familien mit Kindern sind eine wichtige Zielgruppe. Die gute Küche des Le Meierhof soll man gerne auch öfters in ungezwungener und lockerer Atmosphäre genießen können.
  • Der Zeitdruck
    Zwischen dem ersten Briefing und dem Eröffnungstermin waren nicht einmal drei Wochen, genau genommen sogar nur 18 Tage, Zeit.

Die Lösung

Für das Logo gab es mehrere Ansätze, die sich dann aber schließlich zur finalen Idee zusammenfügten: einer ästhetischen Verbindung von Essen und Trinken.

 

In der Bildmarke ist die Assoziation zur Gabel das stärkere Element, erst danach zeigt sich für die meisten Betrachter die Weinflasche. Und subtil lässt sich auch noch die Initiale des Meierhofs in den Bögen der Gabel erkennen. Bis die Bildmarke aber wirklich fertig war, waren viele Zwischenschritte nötig. Denn wenn auch nur wenig Zeit da ist, muss sauber gearbeitet werden.

Der Entstehungsprozess

Dieses Video zeigt den Weg zum finalen Logo:

httpv://www.youtube.com/watch?v=7FeYgEF2b8A

Das einfache, aber mehrdeutige Symbol bildete das Grundgerüst des Erscheinungsbildes. Unterstützt wird es durch den freundlichen, appetitlich lachsfarbigen Hintergrund (der im Video etwas dünkler wirkt). Auch bei der Schrift ist es wichtig, eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Deshalb ist der Name in einer verspielten, lebendigen Handschrift gesetzt. Als Grundlage hierfür diente die Mucura. Diese findet ihren Einsatz dann auch als Zwischenüberschrift in der Speisekarte.

Der Feinschliff

Natürlich wurde der Font noch angepasst, denn ein paar Buchstaben und Details mussten für den Schriftzug optimiert werden. Wie beispielsweise das L von „Le“, das nun visuell eine schöne Brücke zur Oberlänge des h bildet. Auch die kleinen e sind alle ein wenig abgewandelt, damit sie immer etwas unterschiedlich wirken. So wird das Gefühl des Handgeschriebenen deutlicher vermittelt.

Mittlerweile hat das «Le Meierhof» eröffnet. Noch sind nicht alle Drucksorten angeliefert: Die auf besonderem Papier gedruckten Visitenkarten und der edle Leuchtkasten werden voraussichtlich nächste Woche ankommen.

Für uns war eine eine schöne Abwechslung, ein Projekt einmal wirklich ruck-zuck umsetzen zu müssen. Die Entwürfe müssen ja fast immer schnell geliefert werden – bis ein Corporate Design dann aber wirklich fertig ist, vergehen durch die vielen Entscheidungsprozesse und die Produktion aber meist mehrere Wochen … dazu hatten Yannick Ferraton und Matthieu Marchon, die Besitzer des Lokals, allerdings keine Zeit.

Noch haben wir das «Le Meierhof» nicht in Aktion erleben können. Aber in den nächsten Wochen wird sich sicher ein Abstecher nach Pöttsching ausgehen, um das Logo im Einsatz und endlich auch französisches Essen genießen zu können.

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