Bei Papier nicht geduldig. Ein Erfahrungsbericht.

Entwicklung neues Corporate Design: Es ist uns wieder einmal aufs Neue aufgefallen, wie groß doch oft die Unterschiede in den Kommunikations-Strategien einzelner Unternehmen sind. Und wie viel wert es ist, ein Netzwerk an Partnern zu haben, die ähnlich denken, handeln und kommunizieren wie man selbst.

Doch der Reihe nach: Um bei der Papierauswahl so richtig aus dem Vollen schöpfen zu können, wollten wir unsere Muster- und Proben-Bestände der wichtigen Papiergroßhändler auf den aktuellen Stand bringen.

Auf die Besuche der Vertreter bzw. Berater (die guten ihrer Zunft sind das nämlich) mit ihrem unendlichen Vorrat an teilweise umwerfenden Kollektionen freue ich mich immer sehr – danach sitzt man meist, sofern der Tag noch ausreichend Licht für einen übrig hat, stundenlang und blättert, tastet, vergleicht, fühlt, sortiert, verwirft, notiert. Und gerade beim eigenen CD hat man natürlich sehr spezifische Vorstellungen was das Zusammenspiel von Form und Oberfläche angeht. Dazu kommt dann noch, dass es von Anfang eigentlich keine Einschränkungen im Denken gibt, wenn die einzige Maxime ist: „Es muss richtig richtig gut werden. Punkt.“ Und wenn alles denkmöglich ist, solange es nur gut ist, dann muss man natürlich alles gesehen haben, auch beim Papier.

Also haben wir als erstes unsere Kreativ-Betreuerin bei Antalis, die beste Julia Schmidt, kontaktiert. Bei ihr sieht man, was nötig ist, damit man sich bestens aufgehoben und betreut fühlt: Am Montag Nachmittag kontaktiert war sie Dienstag mittags schon bei uns im Büro und hat uns ihre neuesten Perlen präsentiert und dagelassen. Fragen per E-Mail bezüglich einzelner Papiere und derer Eigenschaften werden bei ihr eigentlich immer sofort beantwortet und auch auf kleine Fehler in den Probe-Mappen wird hingewiesen. Ich schätze so einen Zugang zur eigenen Fehlbarkeit, weil es letztlich Zeit, Geld und Nerven spart!

Ein bisschen später, nachdem wir eine engere Auswahl an Papieren getroffen hatten, wollten wir uns die großen Muster dafür zukommen lassen: am Tag darauf waren sie im Postkasten. Und weil sie noch einige Geheimtipps aus italienischer und englischer Manufaktur auf Lager hatte, von denen sie meinte, sie würden uns vielleicht ins Konzept passen, war Julia Schmidt schon drei Tage später erneut bei uns vor Ort.

Dass es auch anders geht, mussten wir leider bei Europapier erfahren. Dort zählten wir drei Versuche, an die aktuellen Muster zu kommen, was, wenn überhaupt, dann jedes mal mit Anrufen á la „Muster sind leider aus bei uns, gibts erst wieder im Herbst.“ geendet hatte. Frustrierend. Papierhändler, der seinen Partnern kein Papier zu Verfügung stellen möchte.
Es ist wohl einigen organisatorischen Schwierigkeiten zu verdanken, dass letztlich doch noch ein (durchaus netter und sehr kompetenter) Vertreter bei uns gelandet ist, obwohl es ja eigentlich keine Musterkollektionen mehr gäbe.

Nun, sie stehen jetzt neben mir und verblassen ein wenig neben den ebenfalls gerade angekommen Musterbüchern aus dem bayrischen Gmund am Tegernsee, die uns als Bebilderung schon durch den ganzen Artikel begleitet habenes ist teilweise unglaublich, was diese Manufaktur aus Papier macht, WOZU sie Papier macht. Und nicht zuletzt Gestaltung und Design der Bücher selbst zeigen einem immer wieder neue Möglichkeiten der Verwendung und Verarbeitung. Da freut man sich schon richtig auf die kommenden Projekte!

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